Brennnessel

Wohl schon fast jeder hat schon mit der Brennnessel Bekanntschaft gemacht. Selbst die kleinsten unter uns mussten schon feststellen, dass die Brennnessel sich mit ihren Brennhaaren verteidigt und auf sich aufmerksam macht. Rote Quaddeln bilden sich auf der Haut und kribbeln fürchterlich. Schuld daran sind die Stoffe Histamin und Ameisensäure, die frei gesetzt werden, wenn man die Brennnessel berührt.

Jedoch können wir dieses „brennen“ auch für uns nutzen. Bei Rückenschmerzen einfach ein Büschel Brennnesseln auf die betroffene Stelle sanft drauf peitschen. Die Brennhaare fördern die Durchblutung und die Schmerzen werden geringer. Sollte mehrmals wiederholt werden. Dies wurde schon im Mittelalter so fabriziert.

Blätter: Die Blätter der Brennnessel trockne ich. Zum einen bekommen unsere Chinchillas jeden Tag eine kleine Portion getrocknete Blätter, zum anderen benötige ich ein Teil für Tee. Der Brennnessel-Tee wirkt entwässernd, somit werden die Giftstoffe aus dem Körper gespült. Bei anfänglicher Blasenentzündung mache ich mir immer gleich einen Tee um noch schlimmeres zu vermeiden.

Die jungen Blätter finden auch in der Küche ihre Anwendung. Diese können wie Spinat zubereitet werden. Auch in Blätterteig mit Schmand und Speckwürfel schmecken sie ganz gut. Hier noch ein kleiner Tipp: Immer nur die obere Krone bei den Brennnesseln pflücken, diese Blätter sind besonders zart. Damit man sich nicht ständig bei der Essenzubereitung an den Haaren verbrennt ist es ratsam die Brennnesselblätter vorher mit einem Wellholz zu bearbeiten. Einfach ein paar mal mit dem Wellholz drüber rollen und schon sind die Nesseln zerstört somit kann die Brennnessel ohne zu brennen angefasst werden. Den gleichen Effekt hat es, wenn man sie unter fließendem Wasser abwäscht.

Samen: Die Brennnesselsamen können, je nach Region von Juli – Oktober geerntet werden. Sie haben einen leicht nussigen Geschmack und werden von mir gerne auf´s Butterbrot gestreut oder man findet sie auch in meiner ganz persönlichen Salatkräutermischung. Die Samen geben Kraft und helfen bei Erschöpfungszuständen.  Hier ist jedoch zu unterscheiden, dass es männliche und weibliche Samen gibt. Wir sammeln nur die „weiblichen Samen“ diese enthalten die Inhaltsstoffe die wir wollen. Unterscheiden kannst du die Samen nur, wenn du sie ganz genau anschaust:
weibliche Samen:   sehen aus wie kleine mini Nussecken
männliche Samen:  sind rund
Schau sie dir einfach mal ganz genau an, dann wirst du den Unterschied entdecken. Je älter und reifer die Samen sind, desto besser kannst du sie unterscheiden.